Alles im Griff

ICH HABE MEIN LEBEN IM GRIFF:

– ich mache brav die monatlichen Windows-Updates, sowie die wichtigen Updates für Browser, Programme und Apps, sichere regelmäßig meine Festplatten und halte meinen Virenscanner aktuell.

Mittendrin– ich zahle meine Steuern, bleibe an roten Ampeln stehen (aber eher wegen der Vorbildfunktion für Kinder) und pflege Kontakte zu Familie und Freunden.

– ich bin aus der katholischen Kirche ausgetreten, wähle Grün/Links, kaufe Bio und schreibe einen Blog.

– ich gehe zu den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (ungern!) und lasse regelmäßig Blutdruck, Zuckerwerte, Herz und Lunge testen.

– ich informiere mich über Politik und Kultur, lese regelmäßig die lokale Tageszeitung, den Spiegel (größtenteils) und online die TAZ.

– jeden Morgen verlasse ich das kuschelige Bett, rasiere mich und fahre zur Arbeit.
Vom Zigaretten-Rauchen habe mich vor 15 Jahren getrennt.

– ich funktioniere, verdiene meinen Lebensunterhalt, bin sozial integriert und ein verantwortungsvoller, mündiger Bürger.

 

UND MANCHMAL MÖCHTE ICH VIEL EINFACHER LEBEN:

– ohne tägliche Berieselung durch Medien und Werbung, dieses Grundrauschen der modernen Welt.

Im Auge des medialen Sturms– nicht an Sicherheit und Regeln denkend. Keine Termine und Aufgaben abhakend.

– mal 2 Wochen nicht übers Tagesgeschehen informiert sein – würde das was ändern?

– zur Ruhe kommen und Aufhören zu bewerten, zu urteilen, zu denken.

Einfach sein. Atmen. Im Hier. Im Jetzt.

Das wäre wohl

                              das Ziel

                                                  der Reise.

Pilzmythen

Pilzmythen

Der Autor vor einem auch sehr großen Lebewesen - Scheibe eines Mammutbaums im GeoMuseum Uni Köln (Aufnahme: R. Moll)Wußten Sie es?
Das größte Lebewesen auf unserem Planeten ist nicht ein Elefant oder Blauwal, sondern ein Pilz.

In den USA, im Bundesstaat Oregon lebt ein Pilz, dessen Pilzgeflecht, das Myzel, über eine Fläche von neun Quadratkilometern gewachsen ist. Das ist größer als die Fläche von Köln-Mülheim mit seinen 7 Quadratkilometern.
Die lebende Masse wiegt grob geschätzt 600 Tonnen, das entspricht dem Gewicht von 4 Blauwalen.

Der Riesen-Pilz ist gleichzeitig auch das älteste Lebewesen des Planeten.
Der Hallimasch wächst seit etwa 2400 Jahren indem er sich von Baumwurzel zu Baumwurzel ausdehnt.

Erst im Jahr 2000 entdeckten amerikanische Forscher um die Forstwissenschaftlerin Catherine Parks mit Hilfe von Luftaufnahmen den Hallimasch. In Gebieten, in denen der Wald krank war, sammelten sie Proben pilzbefallener Wurzeln. Die überraschende Erkenntnis bei der Genanalyse: 61 der Proben stammten von demselben Hallimasch. Als sie ihre Werte auf eine Landkarte übertrugen, dämmerte den Forschern, welch einem Riesen sie da auf die Spur gekommen waren.
Der Hallimasch befällt aber nicht nur gesunde Pflanzen, sondern verspeist auch totes Holz – und recycelt so das organische Material, arbeitet also zusammen mit Bakterien als Sperrmüll-Abfuhr des Waldes.

 

 

Hexenring im Wald - von This image was created by user Sporulator at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here. [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsPilze sind eh sehr interessante Lebewesen.
Bisher sind nur 100.000 von den vermuteten 1,5 Millionen Arten weltweit bekannt und erforscht.
Sie sind weder Pflanzen, noch Tiere. Nicht Flora, nicht Fauna sonder „Funga“.
Ähnlich den Insekten sind ihre Zellen teilweise aus Chitin aufgebaut. Statt Blattgrün, mit dem sie Sonnenlicht in Energie umwandeln könnten, ernähren sie sich von organischen Stoffen, die sie zersetzen oder beziehen die Nahrung direkt aus Pflanzen oder Bäumen. So wie Schimmelpilze organisches Material zersetzen und umwandeln oder wie Baumpilze, die auf Bäumen wachsen und sich die Fertignahrung aus den lebenden Bäumen holen.
Der japanische Shiitake etwa wird auch in Europa gezüchtet. Er kann auf Buche, Eiche, Kastanie, Ahorn oder Walnuss angebaut werden. (Interessantes Detail am Rande: der Shiitake-Pilz schmeckt nicht süß, salzig, bitter oder sauer – er schmeckt „umami“. Diese 5. Geschmacksrichtung wurde erst jüngst von der Wissenschaft anerkannt. Es gibt auf der menschlichen Zunge eigene Zellen zur Wahrnehmung von „umami“.)

 

Für mich hatten Pilze schon als Kind eine geheimnisvolle, mystische Qualität.
Hexenring auf einer Wiese - von User:Mrs skippy (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia CommonsIn einem belgischen Comic von Will Vandersteen („Suske en Wiske“) hatte ich mit etwa 9 Jahren eine Geschichte gelesen, in der es um einen „Hexenring“ ging.
Ein kreisrunder Ring, auf dessen Außenrand die Pilze wuchsen. Die Mitte leer. Im magischen Glauben nahm man an, diese Spuren hätten etwas mit Hexen und Elfen zu tun. Man glaubte, dass die Pilze in dem seltsamen Kreis die Spuren eines nächtlichen Tanzes beim Hexensabbat waren. Oder dass der Ring den Platz zeige, wo der Blitz in die Erde gefahren sei. Dabei habe er elektrische Energien entwickelt, die sich sternförmig ausbreiteten.
Oder er würde von Schlangen erzeugt, die im Kreis schlängelten oder von Hexen, die grasende Pferde bestiegen und mit ihnen immerzu im Kreis herum ritten.
Wissenschaftlich betrachtet ist es so, dass das Pilzmyzel sich an einem unterirdischen Wirt, zum Beispiel einer verrottenden Baumwurzel entwickelt, kreisrund weiter wächst und wenn die Fruchtkörper (das was landläufig „Pilz“ genannt wird) an einem feuchten Herbsttag aus dem Boden sprießen, bleibt ein von Jahr zu Jahr größer werdender, von Pilzen umringter, Tanzplatz über.

 

Fliegenpilz - I, Tony Wills [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsSpäter als Jugendlicher, interessierten mich Pilzgeschichten, wie die vom Fliegenpilz, dessen berauschende Wirkung seit Urzeiten Gegenstand von Mythen ist. Der nordische Gott Wotan soll in seiner Wut Fliegenpilze sprießen gelassen haben wo er die Erde berührte. Germanische Krieger berauschten sich mit Fliegenpilzen, um furchtlos und mit berserker-hafter Wut in den Kampf zu ziehen. Besonders interessant fand ich als 15-jähriger Pubertierender bezeichnenderweise, dass in Sibirien der Urin von Fliegenpilz-Berauschten getrunken und damit der Pilz-Wirkstoff recycelt wurde, da er nicht komplett im Körper abgebaut wird. In Finnland soll man den Urin von Rentieren getrunken haben, die man vorher mit Fliegenpilzen gefüttert hatte. Sehr seltsame Stories…
Fliegenpilze sind übrigens normalerweise nicht gefährlich. In Teilen Japans gehört er als leckere Spezialität auf den Speiseplan. Und auch in Deutschland wurde er am Anfang des 20. Jahrhunderts noch gegessen, verschwand aber wegen der unsicheren Wirkung von den Sammel-empfehlungen. Die letale (tödliche) Dosis liegt für einen erwachsenen Menschen bei mehr als 10 Pilzen – anders der Knollenblätterpilz: hier reicht ein halber Pilz für die letzte Reise.

Eine andere Sorte Pilz, die hierzulande auf vielen feuchten Wiesen wächst lernte ich mit gut 20 Jahren während meines Zivildienstes im gut bewaldeten Weserbergland kennen: den kleinen „Spitzkegeligen Kahlkopf“, der den psychoaktiven Wirkstoff Psilocybin enthält.
Aber auch das gängigste Rauschmittel unserer heutigen Gesellschaft, der Alkohol, wird erst durch einen Pilz möglich: der Hefepilz wandelt Traubensaft oder gemälzten Gerstensud in Alkohol um.

Am ungefährlichsten ist es wohl, die Früchte der Pilze zu einem guten Essen zu geniessen.
Gezüchtete Champignons mit Zwiebeln in Rahmsoße, heilende Shiitake-Pilze zu einer makrobiotischen Mahlzeit oder ein Hauch Trüffel auf einem Nudelgericht.

Doch Vorsicht bei Pfifferlingen! Diese dürfen per Gesetz in Deutschland zwar zum eigenen Gebrauch gesammelt, aber nicht verkauft werden. Alle hier gehandelten Pfifferlinge stammen aus dem Ausland und oft aus Russland oder osteuropäischen Ländern in denen die Strahlenbelastung nach Tschernobyl immer noch sehr hoch ist.
Die Pfifferlinge sammeln die damals auf den Waldboden herabgeregneten radioaktiven Isotope, und sollten deshalb gemieden werden.

Vergessene Produkte

Aus dem Frühling meines Lebens…

Es gibt ja immer mehr junge Menschen, die sich gar nicht vorstellen können, dass es mal kein Internet gab.
Die ganz ungläubig fragen: „…und wie konnte man dann seine Mails abrufen?“.

Bei vielen Dingen, mit denen wir aufgewachsen sind, schütteln unsere Kinder den Kopf: Wer kennt heute noch den Begriff „C90“?
Audio-Cassetten, Compact-Cassetten, FerroChrom und Chromdioxyd – ausgestorbene Begriffe der Tonaufzeichnung.

Da diese Technik für mich einmal sehr wichtig war, hier der würdigende Blog-Beitrag.

Compact-Cassetten dienten der Tonaufzeichnung und Wiedergabe.
Musik gab es im Radio oder auf Schallplatten. Und wer günstig kopieren wollte, konnte dies nur mit Tonbändern oder Tonband-Cassetten, quasi dem Urahn von MP3 und Cloud-Music.

Compact-Cassetten wurden von der holländischen Firma Philips 1963 zum Standard gemacht.
Vorher gab es schon verschiedene Vorläufer wie Tonbandspulen und in USA das 8-Track-Band, die uns aber hier nicht interessieren müssen.
Cassetten gab es in verschiedenen Längen. Bei der C60 passte auf jede Bandseite 30 Minuten Audio-Information – einmal umdrehen und man hörte 60 Minuten insgesamt.
C60, got it? Bei der C90 passten 2 x 45 Minuten drauf, was schon ziemlich gut für die Aufnahme beider Seiten einer LP (Langspielplatte) reichte. C120 boten noch mehr Spieldauer – aber das Bandmaterial war dünner, damit es in die genormte Größe der Cassette passte und dadurch riss das Band leichter oder es kam zu „Bandsalat“.
Dann konnte man als erfahrener Bastler das hauchdünne dunkelbraune Material entwirren, mit etwas „Uhu“ kleben und mit einem Bleistift das Band wieder aufwickeln. Das konnte so lange dauern wie die lange Version von „Innagaddadavida“ mit Schlagzeugsolo…

Manchmal passte das letzte Stück der Schallplatte nicht mehr ganz auf die Cassetten-Seite.
Dann brach die Musik ab. Und man gewöhnte sich an das abrupte Ende.
Es soll Menschen gegeben haben, die Jahre später völlig erstaunt zum ersten Mal dieses Stück komplett mit Ende von CD gehört haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Anfangs waren die meisten Cassetten leicht gelblich, fast elfenbein-farben und kamen von den Firmen AGFA oder BASF.
Vom Sonntags-Taschengeld konnte ich mir alle 2 Wochen 1 Cassette kaufen.
Später wurden die Cassetten dann in „poppigen“ Farben hergestellt. Gelb, orange, lila wie Prilblumen. Und einige Jahre später waren sie dann wieder schwarz mit Metalleffekten und kamen von exotischen Herstellern wie „TDK“ oder „Maxell“.
Auch in der Qualität tat sich was. Im Bandmaterial war weniger Eisen (rötlich-braun) und immer mehr Chrom (dunkelbraun bis schwarz).
Das sollte einen besseren Sound bringen. Dafür wurde dann die Musik schlechter.

Waren die Abspielgeräte anfangs tragbare, mit Batterien bestückte Mono-Geräte mit wenig Funktionen, so wurden mit den Jahren daraus gestylte „Tapedecks“ mit VU-Metern, Acryl-Schiebereglern, Stereo, DNS und DNL und Dolby.


         

Und Anfang der 1980er wurden sie dann wieder ganz klein, als Sony den „Walkman“ erfand und man die Musik mit Kopfhörer überall hören konnte.
Ich war so begeistert von der Idee dieser kleinen mobilen Geräte, dass ich meine viele Kilo schwere „Komponenten-Anlage“ und die tollen „Pearl“-Boxen verkaufte und vom Erlös einen gebrauchten VW und den ersten Sony Walkman kaufte.
Ich hatte viel Spaß in meiner Jugend.
Mein Ohrenarzt meint, die Hörschäden im Mittelton-Bereich kämen wohl aus dieser Zeit.

loss mer danze

Loß mer danze…

Wir gingen frierend die Breite Straße entlang, als vor uns ein Feuerball gen Himmel stieg.
Farbige Lichter zuckten und in der Ferne war lautes Donnern zu hören.

Neugierig beschleunigte ich meine Schritte.
Wie so oft streifte ich Samstags mit einem guten Freund durch die Stadt, eine Kamera in der Hand, auf der Suche nach ausgefallenen Motiven und erinnerungswerten Situationen.

Ein Polizeitransporter bog vor uns in die Breite Straße.
Polizisten in Uniform liefen am Straßenrand entlang.
Was ging da vorne ab?

Als wir näher kamen, tauchten 3 LKWs aus dem Rauch der Pyrotechnik und den Lichtblitzen einer Light-Show auf.
Reggae-Musik dröhnte durch die mittlerweile erreichte Ehrenstraße.

Das war kein verfrühter Karnevalszug an diesem Abend des 2. Februar 2013.
Hier wurde demonstriert für den Erhalt des Autonomen Zentrums in Kalk.

Ein Typ mit Dreadlocks gab mir ein Flugblatt, dem ich entnehmen konnte, dass in einem seit 10 Jahren leerstehenden Fabrikgebäude (die ehemalige Kantine von KHD – Klöckner-Humbold-Deutz) in Köln-Kalk von den meist jugendlichen Besetzern ein autonomes und nicht-kommerzielles Zentrum geschaffen wurde.
Ein fester Platz für Konzerte, Infoveranstaltungen, Umsonstladen und Kneipe mit veganem Essen am Rande des kulturell wahrlich nicht verwöhnten Viertels. Mittlerweile gibt es einen Miet-Vertrag mit einer Sparkassen-Tochterfirma, der das Gelände offiziell gehört.
In dem Vertrag steht aber auch, dass mit 3-monatiger Kündigungsfrist das Gelände geräumt werden muss, sobald es Bebauungspläne gibt.
Obwohl davon noch gar nicht die Rede ist, haben die Ex-Besetzer jetzt schon mal vorsorglich ihren Widerstand gegen eine mögliche Räumung angekündigt.
Sehr umsichtig!

Und wie sie ihre Lust zum Widerstand ankündigten!
Mit einer Energie und mitreißenden Freude, die ich so bisher noch auf keiner Demo erlebt habe.
Hier erlebten wir eine „Nachttanzdemo“ durch die Kölner Innenstadt.
Auf einem der LKWs stand unter der Plane ein DJ am Mischpult und sorgte von der nach hinten offenen Ladefläche für den wuchtigen Soundtrack zur Demo. Hinter dem LKW tanzende Menschen, bunt bekleidet und trotz der Februar-Kälte lachend und sprühend.
Auf dem LKW davor wurde Feuer gespuckt – große, heiße Feuerbälle stiegen zum Himmel wie bei den Street-Artists in der Fußgängerzone.
Silvester-Raketen wurden gezündet und zischten durch die Straßenschluchten.
An einem Balken oben an der LKW-Rückseite waren farbige Scheinwerfer befestigt, die zur Musik zuckten und flashten.
Dazwischen, dahinter und an den Seiten etwa 1000 Menschen, vorwiegend jung und alternativ. Viel Rasta-Look, Piercings und weite Klamotten.
Die „Show“ war so gut, dass sogar samstäglich einkaufende Bürger, die uns auf der Ehrenstraße entgegenkamen, lächelten und von der Energie angesteckt wurden.
Viele blieben stehen, schauten interessiert oder bewegten sich mit zur Musik.
Wir liefen am Rand der Demo mit und versuchten, nach vorne zu kommen, um alle Einzelheiten des Zuges mitzubekommen.
Und da wir die Kameras in der Hand hatten, machten wir auch Fotos von diesem Event.

Für mich war beeindruckend, mit wie viel frischer Energie diese jungen Menschen ihr Anliegen an die Öffentlichkeit brachten.

Möge dem Autonomen Zentrum und den beteiligten Menschen diese Energie (und das Zentrum!) erhalten bleiben!

bra1n dra1n

bra1n dra1n

Folgende Texte mögen Ihnen vorkommen wie „Nachrichten aus dem All“ – sind aber durchaus für jeden lesbar, der der deutschen Sprache mächtig ist.

Viel Spaß bei meinen Fundstücken zur „Gehirn-Akrobatik“…

1. In einem Schaufenster in der Nähe des Kölner Barbarossaplatzes:

 

2. Text aus dem Internet:

Ehct ksras!
Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät, ist es
nchit witihcg, in wlecehr Rnefloghele die Bstachuebn in
eneim Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, ist dass der
estre und der lezzte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin
snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöld sein, tedztorm
knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, weil wir
nicht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wort
als gzeans enkreenn. Ehct ksras! Das ghet wicklirh!
Und dfüar ghneen wir jrhlaeng in die Slhcue!

3. Und es geht noch besser (bei Facebook gesehen):

D1353 M1TT31LUNG Z31GT D1R, ZU W3LCH3N
GRO554RT1G3N L315TUNG3N UN53R G3H1RN F43H1G
15T! 4M 4NF4NG W4R 35 51CH3R NOCH 5CHW3R, D45
ZU L353N, 483R M1TTL3RW31L3 K4NN5T DU D45
W4HR5CH31NL1CH 5CHON G4NZ GUT L353N, OHN3
D455 35 D1CH W1RKL1CH 4N5TR3NGT. D45 L315T3T
D31N G3H1RN M1T 531N3R 3NORM3N
L3RNF43H1GK31T. 8331NDRUCK3ND, OD3R? DU
D4RF5T D45 G3RN3 KOP13R3N, W3NN DU 4UCH
4ND3R3 D4M1T 8331NDRUCK3N W1LL5T.

Und jetzt zum Abkühlen und Runterschalten des Gehirns ruhig wieder den Fernseher einschalten…

Vom Himmel hoch…

Vom Himmel hoch…

Am vergangenen Wochenende kamen Live-Nachrichten aus dem All direkt auf die Erde und brachten mich um den Schlaf.

Tausende von Sternschnuppen waren an diesem Wochenende zu sehen.
Und ja: man darf sich etwas wünschen, wenn man eine Sternschnuppe sieht.

Hätte ich noch so viele Wünsche – an diesem Wochenende hätte ich sie alle nennen dürfen. In 2 Nächten waren es pro Stunde bis zu hundert Sternschnuppen!

Wissenschaftlich betrachtet ist es Sternenstaub, kleine Bruchstücke eines Meteoriten, manche nur wenige Millimeter groß, die in das Anziehungsfeld der Erde gelangen und dann ihre Reibungsenergie an den Sauerstoff der Atmosphäre abgeben.
Wir sehen das als Leuchten, als kurzen Lichtblitz, der in Bruchteilen einer Sekunde einen mehr oder weniger langen Streifen über den Himmel zieht.
Weil sich dieses Ereignis jedes Jahr im August wiederholt ist es seit dem Altertum bekannt. Und da die Meteore immer aus der Richtung des Sternbildes „Perseus“ zu kommen scheinen, wird dieses Ereignis seit Jahrtausenden die „Perseiden“ (gesprochen: Perse-iden“) genannt.

Ich erinnerte mich daran, als ich vor einigen Jahren mit meiner Familie in den Sommerferien in Holland war. Wir saßen in einer warmen Augustnacht in einer Reihe nebeneinander in Liegestühlen im Garten des gemieteten Hauses und ständig sagte einer von uns: „da war eine…“ und: „ja, habe ich gesehen – da, schon wieder eine…“.
Eine sehr entspannte Art die Magie der Astronomie zu erleben.
Denn da ist die Schwärze der Nacht, das Funkeln der Sterne, die Stille und die unermessliche Weite des Alls, die mich schon als Kind fasziniert hatten. Woher kommen diese Lichter, wie weit sind diese Sterne entfernt, gibt es da draußen andere Lebewesen, wie f***cking großartig ist das alles?

Sternschnuppe mittig, Copyright: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Also war ich auch dieses Jahr in der Nacht vom 11. auf den 12. August bei uns zu Hause am östlichen Stadtrand Kölns im Garten und hatte diesmal vor, mit meiner Kamera das kosmische Schauspiel zu fotografieren.

Ab Mitternacht traf ich meine Vorbereitungen.
Das große Manfrotto-Stativ wurde aufgebaut, der Akku der digitalen Spiegelreflex-Kamera geladen. Wo war noch der Fernauslöser für die Kamera?

Die Kamera muss komplett manuell eingestellt werden. Alle Automatiken sind auszuschalten. Die Blende möglichst weit offen, damit viel Licht gesammelt werden kann. Wert 5,6 oder wenn möglich kleiner. Das Objektiv sollte weitwinklig sein, damit ein großer Ausschnitt des Himmels aufgenommen werden kann. Man weiß ja nur die ungefähre Richtung, Sternbild der Plejaden, aber nicht den genauen Ort des Auftretens.
Dann die Entfernung auf „unendlich“ gestellt und die Belichtungszeit auf lange 10 Sekunden vorgewählt. Falls innerhalb dieser 10 Sekunden ein Meteor über den Himmel rast, sollte er einzufangen sein.

So stand ich hinter der Kamera. Alle Lichter im Haus waren gelöscht. Ich suchte den besten Ausschnitt und veränderte einige Male die Position des Stativs, da hier der Kamin mit auf dem Bild war oder dort zu viel Silhouette eines Baumes.
Bei einer Belichtungszeit von 10 Sekunden sammelt die Kamera dermaßen viel Licht, dass selbst in der Dunkelheit Bäume und Häuser taghell erscheinen.
Dann löste ich aus, wartete 10 Sekunden bis die Blende schloss und löste wieder aus… knapp 300 Aufnahmen machte ich. Ich sah in diesen 2 Stunden sieben Sternschnuppen und war gegen 3 Uhr so müde, dass ich die Sichtung des Materials auf den nächsten Morgen verschob.

Sternschnuppe links oben neben Kamin (kein Kratzer...:), Copyright: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Mein Erstaunen war groß, dass bei so vielen Aufnahmen insgesamt nur 2 Sternschnuppen-Streifen zu sehen waren. Zu stark ist in der Stadt die Lichtverschmutzung. Von den hunderten von Meteoriten hatte ich nur sieben gesehen, wahrscheinlich die hellsten. Und die Kamera hatte noch weniger abgebildet. Hatte das Licht der entfernten Straßenlaternen gesammelt und zum Schwarz des Himmels hinzu addiert.
Was blieb, war die Müdigkeit am nächsten Tag, leichte Halswirbel-Probleme vom stundenlangen „in-den-Himmel-gucken“ und das gute Gefühl, mit meinen eigenen Augen sieben kleine kosmische Boten aus dem All gesehen zu haben.

Auch wenn diese „Nachrichten aus dem All“ leider für die geneigte Leserschaft zu spät kommen, um noch in diesem Jahr die Perseiden zu beobachten, so sollte man sich doch für nächstes Jahr August einen Knoten ins Taschentuch machen.
Ich werde mir dann eine dunklere Stelle auf dem Land suchen mit Stativ und Kamera. Wünsche werden wahr…

Einmal um die ganze Welt…

Einmal um die ganze Welt…

Schön sieht sie aus.
Die blaue Kugel dreht sich langsam vor dem Hintergrund des Weltalls.

Ich habe mir mal wieder „Google Earth“ auf meinem Rechner installiert – der ganze Planet auf meinem Bildschirm. Das war eine Sensation 2004, als die damals noch junge Firma Google eine virtuelle Erdsimulation kostenlos jedem Computer-Anwender zur Verfügung stellte.

Die aktuelle Version bietet in vielen Städten eine fast fotorealistische 3-dimensionale Ansicht. Die Häuser können von oben auch leicht von der Seite gesehen werden. Bei dem Haus, in dem meine Firma ist, stimmt sogar die Fassaden-Farbe. Wenn man noch weiter herunter zoomt, kommt man dann in die „Street-View“ Ansicht und fährt durch fotografierte Straßen.

Das war schon Jahre vor Google ein Traum von mir: fremde Orte anschauen zu können ohne zu reisen, fotografische Streifzüge durch fremde Städte zu unternehmen ohne Geld und Zeit zu verbrauchen. Damals 1998 hatte ich eigens dazu eine Website entwickelt und mit meiner ersten Digitalkamera aufgenommene Fotos vom Kölner Agnesviertel auf einem mit Photoshop gezeichneten Stadtplan online gestellt.
Meine Hoffnung und Angebot war, dass andere Menschen in anderen Städten mit einer Digitalkamera durch die Straßen ziehen und meine Website kostenlos nutzen würden. Dann könnte ich eines Tages „virtuell durch die Straßen New Yorks spazieren“.
OK – ich hatte nicht die Finanzpower und Medienwirksamkeit von Google. Meine Website www.stadtfoto.de war nicht erfolgreich und im letzten Jahr habe ich das schlafende Projekt eingestellt. Aber die Idee hatte wohl nicht nur ich und Google hat meine Wünsche hervorragend umgesetzt.

An meinem 50sten Geburtstag hatte ich einige Freunde zu uns nach Haus eingeladen und zu vorgerückter Stunde hingen dann 5 Männer vor meinem Rechner und zeigten sich gegenseitig interessante Plätze auf der ganzen Welt. Der Google-Welt.

Abends vor dem Rechner zu sitzen und die Weltkugel spielerisch mit der Maus zu drehen, bis Marokko vor mir liegt und dann meine Reisewege von 1992 zu wiederholen, von Agadir nach Marrakesch und bis an den Rand der Wüste, in die Silberstadt Tisnit hereinzuzoomen – herrlich!
Ohne ozonfressende Touristen-Jets, ohne Probleme mit der landesüblichen Ernährung und in der Sicherheit und dem Komfort meines Zuhauses.
Wenn ich mich dann genug erinnert habe, ist mein Bett nicht weit entfernt und ich träume weiter von vergangenen Reisen und Orten…

Wer „Google Earth“ noch nicht kennt oder es lange nicht mehr genutzt hat: die Reise ist schnell geplant und äußerst kostengünstig! Die Pyramiden in Ägypten, die Nazca-Wüste in Peru, der Platz des himmlischen Friedens oder die Niagara-Wasserfälle – Google bringt uns ganz nah ran…

Fachkräftemangel oder: Nur Friseure können was Friseure können

Fachkräftemangel
oder: Nur Friseure können was Friseure können

Es war Karneval und ich war mit Freunden am Weiberfastnachts-Donnerstag unterwegs.
Wir hatten schon einige Kölsch getrunken, aber was ich an der Scheibe einer türkischen Imbiss-Bude am Eigelstein sehen musste, hing nicht mit einem getrübten Bewusstsein zusammen:

IT-Fachkräftemangel (Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0)

Würden Sie dem Ersteller dieses Werbeschildes Ihren Rechner anvertrauen?

Wohl kaum.

Damit Sie sich nicht dubiosen Anbietern anvertrauen müssen, hier ein paar „Basic“-Tipps für Windows-Nutzer zur Rechner-Sicherheit:

1. Nur legales, gekauftes Windows installieren.
Soviel Investition muss sein.
Günstige Lizenzen gibt es auf ebay oder Amazon schon unter 20 Euro…
Wer täglich seinen Rechner nutzt, sollte die Kosten für ein „echtes“ Windows nicht scheuen. Das ist günstiger als 2 Computer-Spiele zu kaufen und berechtigt zu allen Updates für das Betriebssystem. Und nur mit diesen Updates bleibt Windows sicher gegen Angriffe.

2. Windows-Updates und Windows-Firewall einschalten.
Das wird in der „Systemsteuerung“ gemacht.
Dadurch werden Fehler und Sicherheits-Lücken in Windows geschlossen, sobald sie entdeckt werden und die Firewall schützt gegen unerwünschte Besucher von außen.

3. Virenscanner installieren.
Ohne geht heute gar nichts mehr.
Ein Freund hatte sich nach Neuinstallation von Windows innerhalb von 10 Minuten online einen Virus eingefangen, der seinen Rechner ständig runterfuhr. Besser vor dem 1. Online-Gang einen Virenscanner installieren und den dann sofort auf den neuesten Stand bringen. Wer die 20 Euro jährlich nicht investieren möchte: es gibt gute, kostenlose Versionen. Ich nutze privat für meine Familie AVAST FREE und beruflich die Bezahl-Version. Auch Microsoft hat einen minimalen und kostenlosen Schutz: Microsoft Security Essentials.
Installieren!

4. Backup anlegen.
Selbst wenn das System beschädigt ist, muss man nicht „formatiern und instaliren“, wenn man vorher ein Backup gemacht hat. Man kann einzelne Dateien oder Ordner auf externe Medien wie USB-Stick oder Festplatten kopieren, besser ist aber ein sogenanntes „Image“, ein Abbild der gesamten Festplatte. Damit kann man im schlimmsten Fall das alte System innerhalb einer halben Stunde wieder zurück spielen. Statt der kostenpflichtigen Lösung „TrueImage“ gibt es auch hier wieder eine freie, kostenlose Variante: „Paragon Backup & Recovery FREE“ ist das „ümmesons“-Paket des Mitbewerbers Paragon.

Und ein letzter Tipp speziell für Nutzer von Mozilla-Firefox und Mozilla-Thunderbird:
das kostenlose „MozBackup“ des tschechischen Software-Autors Pavel Cvrcek, mit dem Sie alle Daten und Einstellungen sichern können. Funktioniert klasse und es gehen nie wieder E-Mail-Adressen oder E-Mails beim Umzug auf einen neuen Rechner verloren. Ich hatte mich selber letztlich über die Update-Politik der Mozilla-Gruppe geärgert, da nach dem Update auf die neueste Version einige Add-Ons nicht mehr funktionierten. Mit MozBackup konnte ich alle Daten sichern, Thunderbird deinstallieren, eine ältere Version installieren und die Daten komplett zurück spielen. Dann taten auch die gewohnten Add-Ons wieder ihren Dienst.

Wenige und relativ einfache Schritte verhelfen zu mehr Computer-Sicherheit.
Das ist einfach und tut nicht weh.

Und wer das mit dem Einstellen und Installieren absolut nicht drauf hat, sollte sich von Profis helfen lassen.
Es gibt in jeder Stadt mittlerweile Computer-Notdienste, die sogar ins Haus kommen und für kleines Geld helfen.
Aber bitte keine „Spezialisten“ wie die Urheber des Fotos oben…

Es lebe die Ozonschicht!

Es lebe die Ozonschicht!

Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts studierte ich an der Universität zu Köln, rauchte eine Menge lustige Dinge und interessierte mich für alternatives Wissen.
Heilkunst, Kräuterkunde, Yoga, spirituelle Praktiken, Ernährung, Hügelbeete, bio-dynamischer Gartenbau, eben alles, was der „Normal“bürger nicht wahrnahm.

An der Uni gab es einen Typen, der auf Einladung auch unsere Wohngemeinschaft besuchte und uns einen Vortrag über die Gefährdung der Ozonschicht hielt. Seine Sorge um die Zukunft der Erde war so groß, dass er seine Abende mit kostenlosen Vorträgen verbrachte, um die Menschen zum Erkennen des Problems und zum Umdenken zu bewegen.

Er hatte Schaubilder mitgebracht und skizzierte auf einem mitgebrachten Flipchart, wie die Gase von Spraydosen und das Kühlmittel aller entsorgten Kühlschränke langsam, gaaanz langsam durch die Luft nach oben schaukelten und erst in 20 Jahren die Ozonschicht erreichen würden und dann diese schützende Schicht auflösten, so dass harte UV-Strahlung Pflanzen, Tiere und Menschen schädigen kann.

Er beschrieb die Erde als Organismus, der durch Einwirkung kurzsichtiger Menschen dabei war, sein schützendes Gewand zu verlieren. Durch diesen engagierten jungen Mann wurden wir uns der Gefahr bewußt und konnten unser Verhalten ändern.

Jahre später wurde dieses Wissen zum Allgemeingut. Meldungen aus Australien, wo Menschen wegen des Ozonlochs nur noch mit speziellen Bekleidungen an den Strand gehen konnten zur Normalität.
Unsere Tochter bekam immer Sonnencremes mit „Lichtschutzfaktor 30“ und ich habe mich mit dem früher geliebten exessiven Sonnenbaden zurückgehalten.
Vieles an unserem Ökosystem Erde haben wir Menschen in den letzten 50 Jahren erfolgreich gestört.

Umso hoffnungsvoller ist es, einmal eine gute Nachricht zu lesen:

Laut einer Meldung von sonnenseite.com, deren Öko-Newsletter ich abonniert habe, „wird die Ozonschicht etwa Mitte des 21. Jahrhunderts wieder die gleiche Dicke haben wie zu Beginn der 1980er Jahre.“ Hier wird eine Meldung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zitiert, die entscheidend bei der Erstellung des Berichts der World Meteorological Organization (WMO) zur Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre mitgewirkt haben.

„Grund für diese positive Entwicklung ist die erfolgreiche Regulierung der Produktion und des Gebrauchs von fluor-, chlor- und bromhaltigen Substanzen wie zum Beispiel FCKW durch das Montreal-Protokoll
von 1987 und nachfolgende internationale Vereinbarungen“, erläutert Prof. Martin Dameris vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

Also haben nicht nur einige alternative Kölner Studenten das Problem verstanden, sondern auch Wissenschaftler und Politiker die richtigen Konsequenzen gezogen.

„Nach dem Bericht der WMO wird erwartet, dass sich durch die Klimaänderung die Rückbildung der Ozonschicht insgesamt beschleunigt. Das Ozonloch über der Antarktis wird sich bis etwa Mitte dieses Jahrhunderts wieder
weitestgehend geschlossen haben.“ schreibt sonnenseite.com.

Wir können die Welt verändern – so oder so!
Durch unser Engagement und unser bewußteres Umgehen mit der Umwelt konnten Phosphate in Waschmitteln reduziert werden, kann man jetzt in jedem Supermarkt Bio-Produkte kaufen und sogar die Ozonschicht erholt sich wieder. Positive Ergebnisse, die mir zeigen, das wir mit unserem Protest und alternativen Forderungen nicht so arg falsch lagen.
Jetzt geht es um die nächste Stufe Umweltschutz: Ersetzung und Abschaltung der Atomkraftwerke!

Mehr Infos zur Erdatmosphäre unter www.dlr.de

Im Kofferraum

Im Kofferraum

Menschen sind eine so anpassungsfähige Spezies:

Im Sommer..., Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Vor einiger Zeit, als der Sommer zu Ende ging, stand ich auf dem Bahnsteig der S-Bahn und der Wind wehte kalt über die frierenden Pendler. Es war nur noch 15 Grad warm und ich überlegte, am nächsten Tag eine Jacke anzuziehen.
Temperaturen unterhalb von 10 Grad konnte ich mir nach dem heißen Sommer kaum vorstellen. Null Grad erschien mir lebensfeindlich.

Jetzt im Winter sagen wir „…es ist heute aber mild“ wenn die Temperaturen auf plus ein Grad steigen.
Die Verwandten in Berlin ertragen seit Tagen minus 10 bis minus 15 – und leben doch!

Im Winter..., Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Grade unter der Dusche habe ich die Temperatur des Wassers mal von den gewohnten 37 Grad auf 39 Grad erhöht. Sehr angenehm, wenn draußen der Schnee liegt. Fast zu heiß auf der Haut.
Und dabei habe ich mir vorgestellt, dass manchmal im Sommer die Luft diese Temperatur hat.
Was wir ertragen können, weil wir uns über den Frühling langsam an sommerliche Temperaturen gewöhnen.

Wir Menschen sind so anpassungsfähig – konnten dadurch unseren Planeten vom glühenden Äquator bis in die eisige Arktis besiedeln.
Doch schon auf dem nächsten Planeten reicht diese Fähigkeit nicht mehr aus.

Die Luft auf unserem nächsten Nachbarplaneten, dem Mars, kann zum Beispiel durchaus frühlingshafte 20 Grad Celsius warm werden.
Abgesehen davon, dass diese „Luft “ vor allem aus Kohlendioxid besteht und nur 0,13 % des für uns lebenswichtigen Sauerstoffs enthält, liegt aber die Tiefst-Temperatur bei schattigen minus 140 Grad und durchschnittlich frostigen minus 63 Grad Celsius. Don’t eat the yellow snow!
Unser Nachbar zur Sonne hin, die Venus, ist mit einer Durchschnitts-Temperatur von 464 Grad Celsius auch nicht sehr menschenfreundlich.
Wir sollten froh sein, einen Ort wie die Erde zu haben und unser wertvolles Zuhause pfleglich behandeln!

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